Autobrände in Berlin – Strafverteidigung Brandstiftung

Innerhalb der letzten Wochen kam es in Berlin vermehrt zu Autobränden. So in der Nacht zu Mittwoch: Anwohner bemerken Flammen im Bezirk Charlottenburg und alarmieren die Einsatzkräfte. Vor Ort finden diese einen brennenden Mercedes vor, der nach Löschen der Flammen im vorderen Bereich völlig ausgebrannt war. Auch in der Nacht zu Mittwoch: Drei Autos gehen im Bezirk Friedrichshain in Flammen auf. Auch das LKA ermittelt – in den vergangenen Wochen brannten in Pankow neun Fahrzeuge.

Das Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung

Für den Beschuldigten beginnt das Strafverfahren meist mit der Vorladung wegen Brandstiftung. Der Beschuldigte kann aber auch erst mit der Zustellung der Anklageschrift von dem Strafverfahren Kenntnis erlangen.

Sollten Sie eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung erhalten, so sollten Sie dieser nicht Folge leisten. Als Beschuldigter haben sie ein Schweigerecht, von dem Sie unbedingt Gebrauch machen sollten. Eine unüberlegte Aussage vor der Polizei kann Ihnen den Weg zu einem Freispruch abschneiden, sei sie auch noch so gut von Ihnen gemeint gewesen. Meistens werden Sie gar nicht merken, dass die Vernehmungsbeamten sie Dinge fragen, zu denen Sie besser hätten schweigen sollen. Dies ist keine böse Absicht der Polizisten, sondern Teil ihres Jobs den Sachverhalt zu ermitteln.

Die Brandstiftung

Wegen Brandstiftung gemäß § 306 StGB wird unter anderem bestraft, wer fremde Kraftfahrzeuge in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört.

Ein Tatobjekt gilt dann als in Brand gesetzt, wenn ein wesentlicher Teil derart Feuer gefangen hat, dass er aus eigener Kraft weiterbrennt, ohne dass es eines Fortwirkens des Zündstoffes bedarf.

Ob es sich dabei um einen für die bestimmungsgemäße Benutzung wesentlichen Teil handelt, hängt von der Verkehrsauffassung, insbesondere also vom jeweiligen Zweck des Objekts im Einzelfall ab.

Für die Brandlegung ist bereits die Versuchshandlung ausreichend, bei der das Brandmittel den Zerstörungsvorgang auslöst. Damit ist es nicht erforderlich, dass bei dieser Tatvariante überhaupt etwas in Brand geraten ist.

Durch die Brandlegung ganz zerstört ist ein Tatobjekt, wenn es vernichtet wurde oder seine bestimmungsgemäße Brauchbarkeit ganz verloren hat.  Hingegen ist die Frage, wann eine teilweise Zerstörung vorliegt stets im Hinblick auf den Einzelfall zu beantworten. Teilweise wird dabei davon ausgegangen, dass es ausreichend ist, wenn bereits ein wesentlicher Teil des Tatobjekts unbrauchbar geworden ist.

Die Brandstiftung wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

Verhalten bei Vorladung oder Anklage wegen Brandstiftung

Sofern Sie eine Vorladung oder bereits eine Anklage wegen Brandstiftung erhalten haben, sollten Sie dringend einen Strafverteidiger mit Ihrem Fall vertraut machen. Zusammen mit Ihnen kann Ihr Strafverteidiger dann auf Grundlage der Ermittlungsakten eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln.

Gerne können Sie kurzfristig einen Termin in unserer Kanzlei an einem unserer Berliner Standorte vereinbaren. Als bundesweit tätiger Anwalt für Strafrecht stehe ich Ihnen gerne in allen Abschnitten des Strafverfahrens zur Seite und entwickle Ihre persönliche Verteidigungsstrategie.

 

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